Mit Dank für die Blumen!
Eine Floriade zu 25 Jahre Schloßmuseum Murnau


28.7.–11.11.2018



Rupprecht Geiger,
Reminiszenz an Griechenland



1946, Archiv Geiger, München
Fotograf: Nikolaus Steglich
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Erich Heckel,
Stillleben mit Ikat, 1949



Tempera auf Pressplatte
Brücke-Museum, Berlin,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Dora Hitz,
Junge Frau mit Blumen / In Blumen, vor 1913



Öl auf Leinwand
Museum Wiesbaden

Alexej von Jawlensky,
Stilleben: Blaue Vase, 1934



Öl auf Leinwand
Privatsammlung

Franz Radziwill,
Stillleben mit Fuchsie, 1938



Öl auf Leinwand
Kunsthalle Emden,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Lesser Ury,
Blumenstillleben, 1921



Öl auf Leinwand
Privatbesitz

Jubiläumsausstellung
"Mit Dank für die Blumen!
Eine Floriade zum 25-jährigen Jubiläum des Schloßmuseums Murnau" (noch bis 11.11.2018)



Den Auftakt zum großen Jubiläumsfest bildete die Eröffnung der Sonderausstellung "Eine Floriade zum 25-jährigen Jubiläum. Mit Dank für die Blumen!" (Impressionen zum Fest hier).
Das Museum als Jubilar hat hierzu langjährige Projekt- und Kooperationspartner wie Museen, Institutionen und Privatleihgeber um Exponate rund um das Thema "Blumengaben" gebeten. Welche Werke für das Schloßmuseum ausgesucht wurden, blieb in der Entscheidung der Leihgeber. Eingetroffen ist ein wahrhaft prächtiger Strauß an Blumenbildern und Stillleben, u. a. von Édouard Vuillard, Maurice de Vlaminck, Alexej von Jawlensky, Max Beckmann und Erich Heckel bis hin zu Marta Hoepffner, Andy Warhol und Markus Lüpertz.

Die Ausstellung schreitet dabei nicht Blumengabe für Blumengabe die jahrhundertealte Tradition der Blumenbilder und deren kulturgeschichtliche und ikonographische Entwicklung ab, sondern widmet sich anhand der ausgewählten Bilder der ganz persönlichen Auseinandersetzung des jeweiligen Künstlers mit diesem nur wenige Stunden bestehenden Motiv. Die Malerei als Momentaufnahme des Augenblicks: Der Augenblick eines Jubiläums, wie ihn Lesser Ury, bekannt durch seine Berliner Straßenansichten, 1921 mit einem ihm zum 60. Geburtstag überreichten Blumenstrauß festhielt, oder der Moment, den Duft einer Rose zu atmen, wie ihn die Künstlerin Dora Hitz um 1910 malte.

Die mehr oder weniger zufällige Auswahl führte so unterschiedliche Werke zusammen wie die seltsam unheimlichen Blumenstillleben von Franz Radziwill, die poetisch-surrealen "Muschelblumen" von Max Ernst und ein Stillleben von Erich Heckel, der 1949 die ihm wichtigen Gegenstände darstellt, die den Krieg überlebt haben.
Neue Positionen der zeitgenössischen Kunst kommen ebenso zu Wort. Der in Düsseldorf lebende Künstler Lars Breuer hat exklusiv für diese Sonderausstellung eine Ausstellungswand in starken Schwarz-Weiß-Kontrasten geschaffen und der Murnauer Florist Andreas Müßig kreierte für diese Präsentation, abgestimmt auf die Exponate eindringliche Blumeninstallationen.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog zum Preis von 20.-€.

"Blumen treten auf. Muschelblumen, Federblumen, Kristallblumen, Röhrenblumen, Medusenblumen. Alle Freunde verwandeln sich in Blumen. Alle Blumen verwandeln sich in Vögel. Alle Vögel verwandeln sich in Berge, alle Berge in Sterne. Jeder Stern wird ein Haus, jedes Haus eine Stadt." Max Ernst, biographische Notiz, 1928