Ödön von Horváth
1901 –1938
Ödön von Horváth im Gras liegend, Fotografie, um 1928, © Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv


Ödön von Horváth

Die Dauerausstellung im Schloßmuseum Murnau widmet sich als einzige öffentlich gezeigte Dokumentation dem Leben und Werk Ödön von Horváths (1901–1938).

Im Sommer 1920 lernten Ödön von Horváth und seine Familie Murnau kennen. Der Fremdenverkehrsort gefiel ihnen so gut, dass sie mehrmals hier die Sommerfrische verbrachten und im August 1924 ein Landhaus errichten ließen.
Der sprach- und weltgewandte Diplomatensohn erlebte hier in Murnau mit kaum 3000 Einwohnern Land und Leute hautnah. Hier fand er die Stoffe für seine Theaterstücke "Zur schönen Aussicht" (1927), "Die Bergbahn (1929), "Italienische Nacht" (1931), für seine "Sportmärchen" (1924) und den Roman "Jugend ohne Gott" (1937).

Nach Spannungen mit ortsansässigen Nationalsozialisten musste er im Februar 1933 Murnau fluchtartig verlassen. Im Dezember 1933 verkauften seine Eltern das Landhaus.

Ödön von Horváth (li.) mit seinem Bruder Lajos und Mutter Maria vor der Murnauer Villa, um 1925, © Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv
Ödön von Horváth, Fotografie, 1920er Jahre, © Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv
© Schlossmuseum Murnau