Appell der Hitler-Jugend vor dem Murnauer Rathaus, 1934, Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv

Es kommen kalte Zeiten
Politik, Gesellschaft und Kultur in Murnau von 1919 bis 1950

Eine Ausstellung im Schloßmuseum Murnau
2. April bis 22. November 2020

Die drei Jahrzehnte von 1919 bis 1949/50 waren bewegte Zeiten: Auf Monarchie und Ersten Weltkrieg folgte die Weimarer Republik, die von der Diktatur des Nationalsozialismus zerstört wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des Dritten Reiches regierten die Amerikaner als Besatzungsmacht Bayern.

Wie erlebten die Murnauerinen und Murnauer diese Zeit? Wie verhielt sich die früheren Unterstützer Hitlers? Wie reagierten die NS-Gegner auf die Gefahren? Wie verlief die "Machtergreifung" vor Ort? Wie sah der Alltag im Krieg aus? Und wie lebten Amerikaner, Deutsche, befreite Zwangsarbeiter und jüdische Holocaust-Überlebende nach 1945 zusammen?

Die Ausstellung thematisiert wichtige lokale Ereignisse ebenso wie politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen anhand von Dokumenten, Fotografien und Objekten aus Archiven und privaten Sammlungen, die vielfach erstmalig gezeigt werden.

Die Ausstellung bildet den Abschluss des vom Markt Murnau vergebenen Forschungsprojektes.

Privatdozentin Dr. Edith Raim hat in dreijähriger Recherche zahlreiches, bisher nicht bekanntes Quellen- und Fotomaterial ausgewertet. Daraus enstanden ist eine umfangreiche Publiaktion, die zu der von Frau Raim kuratierten Ausstellung erscheinen wird.

Ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Führungen und musuemspädagogischen Angeboten ergänzt die Ausstellung.

"Nirgends in ganz Oberbayern hat man solch einen instruktiven Überblick über eine typisch oberbayerische Landschaft."
(Ödön von Horváth, Die Fürst Alm, 1928/29)

© Schlossmuseum Murnau