"Ein gutes Stück Poesie – darin liegt der Schwerpunkt und Prüfstein für den Architekten"

(Emanuel von Seidl, in: Mein Landhaus, 1910)

Donnerstag, 30. Januar 2020, 19.00 Uhr
Ort: Veranstaltungssaal Schloßmuseum Murnau, Eintritt frei

Auf den Spuren der Poesie in Seidlhäusern: Drei Eigentümerinnen und Eigentümer diskutieren mit Expertinnen, worin die Lust die Last beim Wohnen im Seidlhaus liegt, warum sie im Seidlhaus wohnen und was die Poesie im Haus ausmacht.

Moderation: Mag. Katharina Drexler

Teilnehmer auf dem Podium:

Dipl. Ing. (FH), MSAAD, Sandra Krinner, Architektin Bad Tölz/München baut von 2015 bis 2018 ein Landhaus von Gabriel von Seidl am Ortsrand von Bad Tölz wieder auf und beschäftigt sich mit dem historischen Vorbild. Handwerk, Farbproben, Stuck und Innenausstattung aus der Zeit von 1903 werden für sie zunächst zur Herausforderung und geraten schließlich zum Meisterstück.

Constantin Strauss, Garmisch-Partenkirchen einen großen Schatz, aber auch schwere Bürde hinterlässt der weltberühmte Komponist Dr. Richard Strauss in Garmisch-Partenkirchen seinen Nachkommen. Das von Emanuel von Seidl 1907 erbaute Landhaus Strauss birgt nicht nur den musikalischen Nachlass in Form von weltberühmten Opern, Symphonien und Liedgut, auch für die Architektur- und Baugeschichte erhält die Familie seit mehr als hundert Jahren alles, was das ForscherInnenherz höher schlagen lässt.

Mag. Katharina Drexler, Kunsthistorikerin & Fotografin, Ohlstadt arbeitet seit Ende 2015 an ihrer Dissertation über Emanuel von Seidl und versucht sich erstmals an einer Gesamtübersicht aller Seidlbauten. Auf ihrer Suche nach Seidlhäusern begegnete sie so mancher spannenden Geschichte, traf Eigentümerinnen und Eigentümer und lud sie nach Murnau ein, wo Emanuel Seidl selbst sein Landhaus besaß. Sie lädt zur Diskussion nach dem Seidl-Motto: „Ein gutes Stück Poesie – das ist der Schwerpunkt und Prüfstein für den Architekten"

Kurzfilm (2019) von Jörg Jovy über den Wiederaufbau einer Seidlvilla in Bad Tölz.
Landhaus Richard Strauß, Garmisch-Partenkirchen, Foto: Katharina Drexler 2015
© Schlossmuseum Murnau