Gabriele Münter


Die Zeit nach Kandinsky in Murnau

Mit Textbeiträgen von Marion Hruschka, Christine Ickerott-Bilgic, Andreas Müssig, Brigitte Salmen und Sandra Uhrig.
Schloßmuseum des Marktes Murnau, bearb. von Sandra Uhrig und Christine Ickerott-Bilgic
Preis: vergriffen
ISBN: 978-3-932276-42-2
Der 50. Todestag von Gabriele Münter


(19. Februar 1877, Berlin - 19. Mai 1962, Murnau) bietet dem Schloßmuseum Murnau Anlass für eine Ausstellung, die die Rückkehr der Künstlerin an den Ort in den Mittelpunkt stellt, an welchem sie zwischen 1908 und 1914 zusammen mit ihrem damaligen Lebensgefährten Wassily Kandinsky und vielen Künstlerfreunden legendäre Malaufenthalte verbracht und 1909 das Haus 33a gekauft hatte.



Dauerhaft kehrte sie nach wechselhaften Wohnsitzen, Aufenthalten und Reisen, u. a.  innerhalb Deutschlands, in Skandinavien, Frankreich und der Schweiz, erst 1931 nach Murnau zurück. Bereits in den 1920er Jahren hatte sie, meist im Frühjahr und Sommer, jeweils ein paar Wochen in ihrem Haus verbracht. Ihre endgültige Rückkehr war jedoch stets von Zweifeln bezüglich der ländlichen Abgeschiedenheit und der Isolation fernab zeitgenössischer Künstlerkreise geprägt. 1925 hatte sie bereits versucht, das Haus erst zu vermieten, dann zu verkaufen und erneut ging sie 1936 einen Verkauf des Hauses an. Johannes Eichner, ihr Lebensbegleiter seit Ende 1928, riet ihr jedoch davon ab. Nachdem das Haus Juli 1936 an Eichner überschrieben worden war, wurde es für beide zum Lebensmittelpunkt.



Beginnend mit Arbeiten aus der skandinavischen Zeit führt die Ausstellung den Bogen über ihre in den 1920er Jahren geschaffenen Zeichnungen und Arbeiten fort und setzt mit Ölbildern der 1930er bis 1950er Jahre den Schwerpunkt auf ihr in Murnau entstandenes Werk. Anhand von Gemälden, Fotografien und Dokumenten wird in der Ausstellung den Fragen nachgegangen, wie das Leben der Künstlerin nach der Zeit des "Blauen Reiter" in Murnau weiter verlief, welche Bekanntschaften sie hier knüpfte und wie sie sich künstlerisch weiterentwickelte.



Mit Gemälden und Graphiken aus der Sammlung des Schloßmuseums und zahlreichen weiteren Leihgaben beleuchtet die Ausstellung eine Zeitspanne im Leben Gabriele Münters, die bislang wenig Beachtung fand.



Die Ausstellung wurde gefördert von der Ernst von Siemens Kunststiftung, München

Zur Ausstellung erschien ein Katalog mit zahlreichen Farbabbildungen für € 24.50. 

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