Maler des "Blauen Reiter"


Paul Klee
Deutsche Expressionisten
Eine Privatsammlung

Mit Beiträgen von Heinz Bergruen, Brigitte Salmen, Petra Werner,
Margareta Benz-Zauner, Magdalena M. Möller und Eva Mendgen
bearb. von Brigitte Salmen
Murnau am Staffelsee 2006
200 Seiten, 65 Farb-Abb.
Preis: vergriffen
ISBN: 978-3-932276-22-4
Die Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt durch die gesellschaftliche und politische Situation, aus der sie erwuchs, eine Sonderstellung. Sie ist geprägt vom Ausbruch aus veralteten akademischen Traditionen und kennzeichnet eine Epoche des Umbruchs.


Eine Hauptrichtung dieser Kunst ist der Expressionismus, der das Geistige einer reinen Naturnachahmung überordnete, die innere Empfindung einer äußeren Wirklichkeit vorzog und die emotionale Eigenschaft der Farbe in den Vordergrund rückte.



Künstler wie Wassily Kandinsky und Franz Marc brachen mit ihren Arbeiten jahrhundertelange Sehgewohnheiten auf und formulierten neue gattungs- und grenzübergreifende Fragestellungen. Expressionistische Künstlergruppierungen wurden stilprägend für nachfolgende Malergenerationen. Zeitgleich ersannen singuläre Künstlerpersönlichkeiten wie Paul Klee und Max Beckmann eigenständige Bilderwelten, schufen poetische Bilderrätsel oder individuelle Chiffren, die sich aus Weltgeschehen und Weltsicht speisten und die ihr Werk zu herausragenden Ausnahmeerscheinungen werden ließen. Eine süddeutsche Privatsammlung, die zum ersten Mal in ihrer Gesamtheit öffentlich präsentiert wird, macht es aufgrund ihrer hohen Qualität und ihrem homogenen Erscheinungsbild möglich, sich mit der Frühzeit moderner Kunst in Deutschland auseinanderzusetzen.


Werke der Künstler der "Brücke", der "Neuen Künstlervereinigung München" und des "Blauen Reiter" sowie Gemälde und Aquarelle von Paul Klee sind Schwerpunkt der Sammlung. Hervorzuheben ist ebenfalls die sensible Einfassung der Werke durch historische Rahmen, die damit von den Eigentümern einen ihren künstlerischen Ausdrucksformen entsprechenden adäquaten "Rahmen" erhielten. 


Die jenseits von musealen Sammlungskriterien und von privater Hand mit außergewöhnlichem Engagement zusammengetragenen Werke von Max Beckmann, Lovis Corinth, Heinrich Campendonk, Lyonel Feininger, Erich Heckel, Alexej Jawlensky, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, August Macke, Franz Marc, Gabriele Münter, Emil Nolde, Max Pechstein, Christian Rohlfs und Karl Schmidt-Rottluff bestechen in ihrer Zusammenstellung und bilden einen weiteren Höhepunkt des auf die Frühzeit expressiver Kunst spezialisierten Ausstellungsprogramms des Schloßmuseums Murnau.

 

"Die Reise" (1944) von Max Beckmann markiert künstlerisch wie inhaltlich eine gänzlich andere Position, steht jedoch als ein Werk des späten Expressionismus beispielhaft für die Situation vieler Künstler in den Jahren des Zweiten Weltkriegs: für einen Abschied in ungewisse Zukunft.


Die Ausstellung wurde unterstützt von:



Axa Art Versicherung AG,

Lübcke & Co. GmbH Versicherungsmakler

EON Bayern
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