Johann Michael Wittmer

(1802 - 1880)
Ein Maler in Murnau und Rom

Mit Beiträgen von Brigitte Salmen, Karin Hellwig und Cornalia Reiter
bearb. von Brigitte Salmen
Preis: 12,00 € zzgl. Versand
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ISBN: 978-3-932276-21-7
Johann Michael Wittmer II. stammte aus einer Murnauer Malerfamilie und verbrachte nach akademischem Studium bis 1828 bei Peter von Cornelius an der Akademie der Künste in München sein weiteres Leben in Rom.



Gefördert von König Ludwig I., schloß sich Wittmer dem Kreis der "Deutsch-Römer" an, zu denen Friedrich Overbeck, Bertel Thorvaldsen, Joseph Anton Koch gehörten. Wittmer begleitete den bayerischen Kronprinzen Maximilian 1833 auf seiner Reise nach Süditalien, Griechenland und Kleinasien, um die Stätten der klassischen Antike und die pittoresken Szenen des türkischen Lebens bildlich zu dokumentieren. Nach seinen Skizzen entstanden u. a. auch die Wandgemälde im "Türkischen Zimmer" in Schloß Hohenschwangau.

Nach der Heirat 1833 mit der ältesten Tochter Joseph Anton Kochs arbeitete

er mit in dessen Atelier.

Wittmer betätigte sich weiterhin als Historienmaler und beschäftigte sich mit Themen der antiken Mythologie, mit Szenen zu Dantes Göttlicher Komödie und seit den 1850er Jahren zunehmend mit christlichen Motiven und Inhalten. Er gehörte in Rom nach wie vor zu kirchennahen Kreisen und den Künstlern um Friedrich Overbeck an und arbeitete im Stil und in der Bildauffassung der späten Nazarener.

Neben Historienbildern für aristokratische Kreise in Deutschland und Europa, darunter die englische Königin Victoria, entstanden Gemälde für Kirchen in Viterbo und in Rom, insbesondere vier Fresken für Santa Maria dell´ Anima, die Nationalkirche der Deutschen in Rom sowie für die Murnauer Kirche.
1866 erschien sein Reiseführer für Rom und die Campagna, der den Schwerpunkt ausdrücklich auf die christlichen Denkmäler und Kirchen legte.

Die Ausstellung, zu der zahlreiche öffentliche und private Eigentümer Leihgaben beitragen, bietet die erste monographische Bearbeitung und Präsentation zu Leben und Werk dieses Historienmalers, dessen Schaffen das Ausklingen einer wichtigen Epoche des 19. Jahrhunderts widerspiegelt. 
Dies zeigen Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus allen Bereichen seiner künstlerischen Arbeit: Bilder zur Orientreise, Porträts, mythologische und religiöse Werke.

Der Druck des Katalogs wurde großzügig unterstützt von der Christoph Heilmann-Stiftung, München, und aus Mitteln des Bayerischen Kulturfonds.

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